Beiträger*innen

Jacques Stephen Alexis (*22. April 1922, Gonaïves, Haiti) wurde im April 1961 bei der Rückkehr ins Land seiner Geburt ermordet. Er war Intellektueller, Reisender und Kommunist, traf unter anderem Chruschtschow, Ho Chi Minh und Mao. Alexis veröffentlichte zahlreiche Werke, die ihn zur Galionsfigur der haitianischen Literatur machen, wie etwa sein Romandebüt „General Sonne“ (1955).

Der Beitrag „Die Windpassage“ von Éric Sarner befasst sich mit dem politischen Leben und der Ermordung von Jacques Stephen Alexis.

 

Portrait: Leah Gordon

Katelyne Alexis (*1976, Port-au-Prince), is a member of the Atis Rezistans group based off Grand Rue, downtown Port-au-Prince. Her work was exhibited in PÒTOPRENS: The Urban Artists of Port-au-Prince shown at Pioneer Works, Red Hook, Brooklyn and MOCA, N. Miami.

 

Georges Anglade, geboren 1944, aufgewachsen in der haitianischen Provinz, war als Geograph Autor mehrer Standardwerke über Haiti und führendes Mitglied der Demokratiebewegung seines Landes, deren Manifest er verfasste.Ein scharfzüngiger aber nie zynischer politischer Satiriker, der den meisten seiner Kollegen zwei Erfahrungen voraus hat: das Gefängnis (unter Duvalier) und ein Ministeramt (unter Aristide). Den haitianischen Lesern war er auch als Kolumnist der Zeitung Le Nouvelliste bekannt. Als Literat pflegte er das Genre der lodyans, das er als die typisch haitianische Literaturgattung wiederentdeckt und wiederbelebt hat. Georges Anglade starb am 12. Januar 2010 bei dem Erdbeben in Haiti.

 

Patrick Blank
Patrick Blank (*1970, Luzern) ist ein Fotograf, Kunsthistoriker und Historiker aus Luzern. Er studierte an der Universität Zürich und Universität Luzern die Geschichte der Kunst des Mittelalters und der Neuzeit mit Schwerpunkt Theorie und Geschichte der Fotografie. Zurzeit absolviert er an der Hochschule Luzern – Design & Kunst das Studium Master Kunst in Public Spheres. Patrick Blank startete mit seinen künstlerisch-fotografischen Arbeiten 1999 und zeigte seither seine Werke in einer Reihe von Einzel- und Gruppenausstellungen.
http://patrickblank.tumblr.com

 

Genia Blum

Genia Blum ist eine schweizerisch-ukrainisch-kanadische Schriftstellerin, Übersetzerin und Tänzerin. Ihre Werke sind in zahlreichen Literaturzeitschriften, sowohl online als auch in gedruckter Form erschienen, wofür sie mehrere Nominierungen für den Pushcart Prize und Best of the Net erhalten hat. “Slaves of Dance”, das auf Auszügen aus ihrem in Arbeit befindlichen Memoir “Escape Artists” basiert, wurde in “The Best American Essays 2019” als Notable Essay verzeichnet. Man findet @geniablum auf Twitter und Instagram oder besucht ihre Webseite: www.geniablum.com

 

Pirmin Bossart (1956* in Schötz/LU) lebt in Luzern, ist als Journalist für verschiedene Zeitungen und Magazine tätig. Er hat an mehreren Publikationen mitgewirkt und 2016 mit „Trip 77“ sein erstes Buch veröffentlicht. Seine persönlichen Texte sind gespiesen von Asienreisen, Science-Fiction, Zen, Natur und Psychedelik.

 

Hans Christoph Buch  (*1944, Wetzlar). Er ist Erzähler, Essayist und Reporter und lebt in Berlin. Im Mittelpunkt von Buchs zahlreichen Veröffentlichungen stehen ein Romanzyklus über Haiti, wo sein Grossvater sich vor über hundert Jahren als Apotheker niederliess, sowie Reportagen aus Kriegs- und Krisengebieten. In der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen die Novelle „Tod in Habana“ (2007) sowie die Romane „Reise um die Welt in acht Nächten“ (2009), „Baron Samstag oder das Leben nach dem Tod“ (2013), „Elf Arten, das Eis zu brechen“(2016), „Stillleben mit Totenkopf“ (2018) und die Essaybände „Boat People – Literatur als Geisterschiff“ (2014) und „Tunnel über der Spree. Traumpfade der Literatur“ (2019).

 

Foto: Barbara Halapier

José Aníbal Campos (*1965, Havanna). Kubanisch-spanischer Germanist, Essayist und Literaturübersetzer wohnhaft in Lugo und Wien. Hat etwa 100 Bücher deutschsprachiger Literatur übersetzt. Seit 2007 der spanische Übersetzer des Schweizer Peter Stamm. Ist der Herausgeber der Anthologie „Una temporada en el Danubio. Paul Celan en Viena (1947-1948)“, Verlag La Moderna, Extremadura 2020. Benutzt die Kunst der Collage als Arbeitstherapie.

 

Gion Mathias Cavelty, *4.4. 1974 in Chur, Schriftsteller in
Schwamendingen. Black Magic ist sein Ding. Seine Homepage ist
www.nichtleser.com.

 

Mario Davalos (*1978, Santo Domingo) ist Fotograf und Autor. Er bereist den Globus auf der Suche nach der transzendenten Natur und vielleicht nach sich selbst. Ausgebildet als Künstler an der Parsons School of Design in New York City, hat er das Auge eines abstrakten Malers und einen natürlichen Sinn für Komposition.
www.mariodavalos.com

 

Pablo Haller
Pablo Haller (*1989, Luzern) lebt in Kriens. Er ist Herausgeber von „PETRO 22“, Veranstalter und Autor. Daneben diverse musikalische Projekte als Texter und Performer, etwa das Bachata-Duo Ron y Ruido. Letzte Veröffentlichungen: „Piraten der Schildkröteninsel: die kuriosen & abstrusen Abenteuer des Pablo Picapollo“ (Das Narr, 2017), „Leda“, (Gonzo-Verlag, 2015) und „Südwestwärts 1&2“ (Gonzo-Verlag, 2013).

 

Heinrich von Kleist wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters besuchte er ein Gymnasium in Berlin und kam dort erstmals mit französischer Literatur in Berührung. Später schlug er zunächst die Offizierslaufbahn ein und begann dann sein Studium der Rechtswissenschaften. Kleist unternahm Reisen durch Frankreich und die Schweiz. Am 21. November 1811 nahm er sich am Wannsee bei Berlin das Leben.

 

Susann Klossek
Susann Klossek studierte in Leipzig Germanistik und Slawistik – ein Studium, das bekanntlich zu nichts führt. Im Zuge der Wende verschlug es sie nach Zürich, von wo aus sie acht Jahre lang Rohöldestillationsanlagen nach Russland verkaufte. Später wechselte sie in den Journalismus und war für verschiedene Medien sowie für das Schweizer Fernsehen tätig. Heute ist sie als selbständige Autorin tätig. Unter http://nichtsundwiedernichts.blogspot.com/ schreibt sie einen Blog. Klossek bereiste mehr als 50 Länder, ihr Fazit: Der Mensch ist ein Auslaufmodell.

 

Robert Müller
Bild: Egon Schiele

Robert Müller (* 29. Oktober 1887 in Wien; † 27. August 1924 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller, Journalist und Verleger. Sein Roman „Tropen. Der Mythos der Reise“ (1915) gilt als ein Meisterwerk des deutschen Exotismus der Jahrhundertwende.

 

Andreas Niedermann, 1956 in Basel geboren. Lebt seit 1989 in Wien. Publizierte bislang neun Romane, zudem Novellen und Shortstorys. Letzte Veröffentlichung: „Blumberg2 (Die Wachswalze)“, Roman noir.

 

Foto: Setka Film Editions Bruno Doucey

Anthony Phelps, Lyriker, Prosaautor, Journalist, Vortragskünstler und Bildhauer, geboren 1928 in Port-au-Prince, kann als lebender Klassiker Haitis gelten. Nach einem Chemiestudium in den USA gehörte er 1960 zu den Gründern der Gruppe Haïti Littéraire und der Zeitschrift „Semences“, die der haitianischen Literatur bedeutende Impulse verleihen sollten. Als Gegner Duvaliers musste er 1964 nach zweiwöchiger Haft ins Exil nach Montreal gehen, wo er noch heute lebt. Bis zu seiner Pensionierung war er dort als Nachrichtenredakteur bei Radio Canada tätig. Er gilt auch als einer der wichtigsten Gegenwartsautoren Québecs. Sein literarisches Werk umfasst etwa dreißig Bücher.

 

Jürgen Ploog
Foto: Anna Ploog

Jürgen Ploog (1935 – 2020), Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker, Langstreckenpilot, „der beste Cut-up-Autor im deutschsprachigen Raum“ (Carl Weissner). Seine Bücher sind zuletzt bei Peter Engstler und bei Moloko Print erschienen.
www.ploog.com

 

Éric Sarner ist Dichter und Journalist („Libération“, „Le Monde“) sowie Autor von preisgekrönten Fernseh-Dokumentationen (Arte, ZDF, Antenne 2).

 

Rodney Saint-Éloi ist Dichter, Schriftsteller, Essayist und Verleger. Geboren in Cavaillon (Haiti), wanderte er 2001 nach Kanada aus.Er ist Autor von etwa 15 Gedichtbänden, darunter „Je suis la fille du baobab brûlé“ (2015) und leitet den Verlag Mémoire d’encrier, den er 2003 in Montreal gegründet hat. Sein erster Gedichtband in deutscher Übersetzung erscheint im Frühjahr 2021 bei Litradukt.

 

Jessica Sequeira hat den Roman „A Furious Oyster”, den Erzählband “Rhombus and Oval”,  den Essayband “Other Paradises: Poetic Approaches to Thinking in a Technological Age” und das Hybridwerk “A Luminous History of the Palm” veröffentlicht. Sie übersetzte zahlreiche Bücher lateinamerikanischer Autoren und wurde 2019 mit dem Premio Valle-Inclán ausgezeichnet. Gegenwärtig lebt sie zwischen Chile und Grossbritannien, wo sie am Zentrum für Lateinamerika-Studien der Universität Cambridge promoviert.

 

Foto: Katja Müller

David Signer (*1964), promovierter Ethnologe, hat mehrere Jahre in Afrika und im Nahen Osten verbracht. Er ist der Autor diverser Bücher u.a. „Die Ökonomie der Hexerei oder Warum es in Afrika keine Wolkenkratzer gibt“, „Dead End“ und „Weniger Verbote, mehr Genuss! Ein Plädoyer gegen die Entmündigung“. Signer arbeitete u.a. für „Das Magazin“, „Weltwoche“, „Du“, „Geo“ und „NZZ am Sonntag“ und ist heute Afrikakorrespondent für die NZZ.

 

Foto: Suzie Maeder

Heinz Stalder, 1939 in Allenlüften geboren, Autor mehrerer Romane, Theaterstücke, Hörspiele sowie vieler literarischer Reportagen. Er bereiste die Karibik mit der Queen Mary und der Queen Elizabeth.

 

Florian Vetsch
Foto: Fabio Saccardin

Florian Vetsch (*1960 in Buchs im Rheintal) lebt und arbeitet in St. Gallen. Er veröffentlichte Poesie, Tagebücher, Essays, Anthologien; er übersetzte u.a. Gedichte von Paul Bowles, Ira Cohen und Jan Heller Levi. Zuletzt erschien sein Gedichtzyklus „Quintessenz – Die zweiundzwanzig Grossen Tarot-Arkana“ (mit Farbradierungen von Peter Marggraf; San Marco Handpresse, Neustadt 2020).

 

Foto: Aida Roumer

Gary Victor, geboren 1958 in Port-au-Prince, ist der meistgelesene Gegenwartsautor Haitis. Mehrere seiner Figuren wurden zu feststehenden Typen. Dieuswalwe Azémar, der Inspektor aus „Schweinezeiten“ (2013), „Soro“ (2015), „Suff und Sühne“ (2017) und „Im Namen des Katers“ (2019), ist auch im deutschsprachigen Raum auf dem besten Weg dazu: Alle vier Bücher konnten sich auf der Krimibestenliste (ZEIT bzw. FAS/DLF Kultur) und auf der Litprom-Bestenliste Weltempfänger platzieren.

 

Elisabeth Wandeler-Deck
Foto: Dirk Skiba

Elisabeth Wandeler-Deck (*1939) ist in Zug aufgewachsen und lebt in Zürich und anderswo als freie Schriftstellerin und Musikerin. Ursprünglich Architektin und Soziologin, publiziert sie als Schriftstellerin regelmässig und arbeitet mit ihren Texten und als Musikerin seit langem interdisziplinär. Letzte Veröffentlichung: „attacca holdrio“, Zürich 2020. www.wandelerdeck.ch